Sagen Sie Ihrem MdEP: Keine Urheberrechtszensur

 

 

Hauptpunkte

  1. Geben Sie Ihren Namen, Ihren Wohnort und einige Informationen über sich selbst an (beispielsweise ob Sie Kinder haben, Student(in), Künstler(in) oder pensioniert sind, etc.)

  2. Erklären Sie, dass Sie in Bezug auf die Urheberrechtsrichtlinie und die bevorstehende Abstimmung des Ausschusses anrufen.

  3. Erklären Sie, dass Sie Artikel 11 ablehnen – die geplante Erhebung von Gebühren für Links, die kurze Snippets und Überschriften beinhalten, ebenso wie Artikel 13 – das geplante verbindliche Einstellen von umfassenden Contentfiltern auf Websites.

  4. (Falls zutreffend) Geben Sie ein Beispiel für die Art, auf die Sie Links nutzen, um Nachrichten und Informationen aufzurufen. [Und/Oder] Nennen Sie ein Beispiel dafür, welche negativen Folgen Contentfilter für Sie hatten. Wurde etwas, das Sie geschaffen haben, gelöscht, oder wurde das Einstellen ins Internet blockiert?

  5. (Falls zutreffend) erklären Sie, Sie seien eine(r) der 38.000 Europäer, die auf die Konsultation erwidert oder ihr MdEP zuvor im Rahmen der Save-the-Link-Kampagne auf diese Themen hin angesprochen hatten.

  6. Vergessen Sie nicht, sich bei der Person zu bedanken, die Ihren Anruf entgegennimmt. Falls Sie mit einem Assistenten sprechen, ermutigen Sie ihn oder sie, Ihre Nachricht an Ihr MdEP weiterzugeben. Auch wenn Sie Ihr MdEP nicht persönlich erreichen können, ist es wichtig, eine Nachricht zu hinterlassen.

Beziehen Sie sich im Gespräch auf jegliche der folgenden Punkte:

Artikel 11:Die geplante Einführung von Steuern für Links beeinträchtigt die Nutzung von Suchmaschinen und Aggregatoren und erschwert die Verwendung von Link-Sharing-Websites, um online Inhalte zu suchen.[4]

Es herrscht weithin Einigkeit darüber, wie nachteilig dies ist: Akademiker, Kleinbetriebe, Kleinverlage, Bibliothekare, Forscher und viele Tausende von Menschen haben diese Vorschläge bereits abgelehnt.[5] Lediglich einige mächtige Verlagskonzerne befürworten diese Vorhaben und setzen sich rücksichtslos über die öffentlichen Interessen hinweg.

Artikel 13: Die Nutzung von Contentfiltern würde bedeuten, dass jede einzelne Website, die Benutzern interaktiven Inhalt anbietet, Roboter einsetzen müsste, die Ihre Bilder, Texte, Videos und anderen Inhalte vor einer Veröffentlichung auf potenziell urheberrechtlich geschützte Bestandteile überprüfen. Falls der Einsatz von Contentfiltern zur Vorschrift wird, müssten viele Ihrer Lieblingswebsites geschlossen werden, weil die Betreiber sich keine teuren Programme leisten können, um Inhalte vor dem Hochladen zu scannen und zu blockieren.[6]

Contentfilter bewirken, dass Redefreiheit von Bots und Algorithmen geregelt wird; Diese sind programmiert, um urheberrechtsverletzende Inhalte zu erkennen – Ihr Content wird schon blockiert, bevor Sie ihn überhaupt posten können. Diese Art von Bots verstehen keine Zusammenhänge und sind nicht in der Lage, fair zu urteilen.

Ausdrücke Ihrer Kreativität werden im Internet nicht mehr erlaubt sein, nur, weil ein Zensurroboter es so beschlossen hat.

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CC BY-NC-SA 2017 OpenMedia

Fußnoten

[1] European Commission's proposed new rights for press publishers is mired in controversy. Source: StatusQuo
[2] EU Moves One Step Closer to World’s Worst Internet Filtering Law. Source: European Digital Rights
[3]  Here’s Why You Should Call, Not Email, Your Legislators. Source: The New York Times
[4] A Hitchhikers’ Guide to the Link Tax. Source: OpenMedia
[5] Dozens of organizations call on European Parliament to redouble efforts for progressive copyright changes. Source: Creative Commons
[7] YouTube's Content ID (C)ensorship Problem Illustrated. Source: Electronic Frontier Foundation